Radelitos in Berlin

Am Freitag, dem 14.07. saßen einige Artisten der Radelitos schon sehr früh im Zug. Die Springlinge des Zirkus Cabuwazi feierten ihr 25. Jubiläum und luden zu einem internationalen Zirkusfestival ein. Somit verbrachten vierzehn Artistinnen und Artisten von unserer Schule neun Tage lang in Berlin, besuchten Workshops von anderen Zirkussen, traten selber auf verschiedensten Bühnen auf der Internationalen Gartenausstellung (IGA) in Marzahn auf und lernten natürlich unsere Hauptstadt näher kennen. Was genau der Circus Radelito dort jeden Tag machte und erlebte, könnt ihr in den Tagesberichten nachlesen.

Tagesberichte
Freitag, den 14.07.2017: Tag 1

Wir mussten um 4 Uhr morgens aufstehen und um 5:45 an der S-Bahnhaltestelle sein. Wir fuhren über 4 Stunden nach Berlin.

Um 5:45 Uhr haben wir uns alle an der S-Bahn Holweide getroffen, ein paar Eltern sind noch ein paar Stationen mitgefahren, aber ab dem Hauptbahnhof waren wir dann mit Georg und Kirsten alleine (Philipp fuhr währenddessen mit dem Auto und unseren Requisiten nach Berlin). Die Zugfahrt war sehr cool (Kirsten und Georg sind eingeschlafen). Als wir am Berlin Ostbahnhof waren, sind wir erst mit der S-Bahn gefahren und dann mit dem Bus bis zur Jugendherberge. Als erstes war es sehr chaotisch, weil die Zimmer noch nicht frei waren. In der Zeit sind wir schonmal zur Internationalen Gartenausstellung (IGA) gegangen. Hier sollen wir in den nächsten Tagen Auftritte mit dem Circus Radelito haben und an Zirkus-Workshops teilnehmen können. Als wir wieder zurück am Hostel waren, konnten wir auch in unsere Zimmer. Wir haben erstmal Betten hin und her geschoben, sodass wir ein 6er-Zimmer und ein 4er-Zimmer hatten. Als wir uns dann unten treffen wollten, hatten sich schon ein paar Kinder aus ihren Zimmer ausgesperrt und standen ohne Schuhe vor der Tür ????.

Dann gab es Abendessen: Kartoffelsuppe mit Würsten. Danach sind alle auf ihre Zimmer gegangen, natürlich hat es auch noch etwas gedauert bis wir eingeschlafen sind.

Jenna H. (nach den Sommerferien in der 7.1.2),
Pia M. (nach den Sommerferien in der 7.1.3)

Samstag, 15.07.17: Tag 2

Wir mussten heute um 8 Uhr aufstehen, danach sind wir um 8:30 zum Frühstück gegangen; es gab Brötchen, verschiedene Marmeladen, Müsli und Joghurt. Anschließend sind wir zum IGA-Gelände gegangen und mussten warten. Nach einer gefühlten Ewigkeit sind wir weitergegangen und uns wurde alles erklärt. Wir durften uns umschauen und sind mit der Seilbahn auf den Wolkenhain gefahren. Wir überlegten, ob wir mit der Bobbahn fahren, doch dann würden wir nicht mehr pünktlich zum Auftritt der anderen Zirkusgruppen kommen. Also sind wir wieder mit der Seilbahn zurückgefahren und kamen pünktlich an. Der Circusverein Neumarkt trat als Erstes auf, dann der Circus San Pedro Piccolino aus Werl und als Letztes der Circus Sorin Sirkus aus Finnland. Doch besonders beeindruckend fanden wir den Circus Sorin Sirkus aus Finnland, der nicht nur tolle Kostüme hatte, sondern auch eine atemberaubende Aufführung präsentierte. Es war alles dabei von Einrad bis Mast und auch das Seilspringen war nicht schlecht.

Vorstellungen waren echt unvergesslich toll. Nach den Auftritten sind wir zurück zur Jugendherberge gegangen und konnten uns noch etwas ausruhen, bevor wir essen gegangen sind. Jetzt sitzen wir hier und überlegen, was wir noch schreiben sollen. Auf jeden Fall freuen wir uns auf den Auftritt, den wir morgen haben und hoffen das nichts schiefläuft.

Lena B. (nach den Sommerferien in der 6.1.4),

Pia G. (nach den Sommerferien in der 9.2.2)

Sonntag, 16.07.17: Tag 3

Heute sind wir nach dem Frühstück mit Georg zur IGA gegangen, Kirsten und Philipp sind nachgekommen, weil sie gestern noch bis halb 5 feiern waren.

In der IGA haben wir uns dann bis 2 Uhr andere Zirkusshows angeguckt. Die Weißrussen haben sich verrenkt und die Israelis haben coole Hebefiguren gemacht und hatten schicke Masken.

Dann waren wir Mittagessen. Darauffolgend haben wir uns zwei weitere Shows angesehen – von den springenden Springlingen und dem Zirkus aus Barcelona. Den Zweiten konnten wir leider nur zum Teil sehen, da wir uns bereits umziehen mussten für unseren eigenen Auftritt.

Um 16.00 Uhr waren wir, die Radelitos, dann an der Reihe und haben eine Menge Applaus bekommen. Gesehen haben wir auch die Artistenschule aus Berlin mit einer Riesenleiter-Nummer. Zum Schluss haben wir uns die Bühne für Dienstag angeschaut und dort auch etwas gespielt.

Geschrieben von Nele, Maida, Finja und Mer oder weniger Le

Montag, 17.07.17: Tag 4

Berlins city und vieles mehr

Nachdem wir um 8 Uhr gefrühstückt haben, fuhren wir mit der Buslinie 191 zur Endstation, um dann mit der U5 weiter in die Stadt zu fahren. Während wir in der Bahn saßen, erzählten wir uns Witze, wie zum Beispiel: Treffen sich zwei Haie, sagt der eine „Hi“ sagt der andere „wo“.

In der Stadt angekommen, haben wir uns zuerst von außen den Hauptbahnhof angeschaut. Folgend liefen wir am „Reißtag“ vorbei und bauten eine Pyramide.

Im Anschluss machten wir vor dem Brandenburger Tor ebenfalls ein Hebung. Ebenso liefen wir an den Gebäuden Humboldt Universität, der Oper und dem Berliner Dom vorbei.

Georg erklärte uns, dass der Circus Radelito im Schauspielhaus einen Preis gewonnen hat. Anschließend spendierten uns unser überaus großzügigen, netten und gutaussehenden Betreuer und Lehrer, wie es sich in Berlin gehört, Pommes und Bratwurst.

Nach der kleinen Pause ging es zum IGA-Gelände für die Workshops. Es gab Einrad, Akrobatik, Luftturnen und noch vieles mehr. Wir beide machten einen finnischen „China pool-workshop“ (gemeint ist wohl Chinese-Pole/Mast) mit.

Am Ende des Tages gab es noch ein leckeres Abendessen.

Geschrieben von Finn (uns offizielle auch Layne)

Dienstag, 18.07.17: Tag 5

Heute hätten wir einen freien Tag. Deswegen machten wir bei einer Rallye mit, die der Gastgeber-Zirkus organisierte.

Wir mussten zu verschiedenen Plätzen gehen und bekamen immer wieder neue Aufgaben. Als wir in der Innenstadt eine zweistündige Pause machten, bekam jeder 5 Euro und wir durften uns alles zu essen holen, was es da gab. Nach 1,5 Stunden fuhren wir weiter und bekamen ein T-Shirt, das Layne anzog, um damit „typische Berliner Sprüche“ im Zug sammelte.

Am Ende der Ralley sind wir mit allen anderen Circussen schwimmen gegangen, es hat sehr viel Freude bereitet. Nach dem Baden waren die meisten müde.

Was man sagen kann, ist, dass man sich beim Einsteigen in die Bahn beeilen sollte, da die Türen einfach zugehen und man dann alleine am Bahnhof steht und die Gruppe mit allen Tickets davonfährt und somit alle anderen schwarzfahren.

von Felix und Nick

Mittwoch, 19.07.17: Tag 6

Heute sind wir um 7:55 Uhr aufgestanden und mussten uns richtig beeilen, weil um 8 Uhr Frühstück war. Nach dem Frühstück sind wir nochmal auf unsere Zimmer gegangen und haben unsere Sachen gepackt, also Snacks, Sportsachen, Wasser und Schminke.
Danach sind wir zu IGA gegangen, was ungefähr 10 Minuten von unserem Hotel entfernt ist. Nun haben wir uns umgezogen und geschminkt für den Auftritt. Wir (Tara und Rebecca) sind mit dem Trapez aufgetreten. Die Leute haben viel applaudiert und yyyeeeyyyyyy: Unsere Nummer wurde für die Abschlussgala ausgewählt. Nach dem Auftritt mussten wir noch die anderen Nummern der verschiedenen Zirkusse, die am Zirkusfest teilnehmen, gucken. Danach sind wir essen gegangen: Es gab Klöse mit Gulasch und Rotkohl. Pia-Klein ist dann beim Essen komplett eskaliert. Nachdem wir gegessen hatten, war auch Pia-Klein wieder etwas beruhigt und wir sind mit der Seilbahn bis zur Mittelstation gefahren. Von dort aus sind wir zur Bobbahn gegangen und sind gefahren, zuerst Rebecca, dann Tara, dann Pia-Groß, danach Pia-Klein und am Ende Jenna. Nun sind wir mit der Seilbahn zurückgefahren, weil wir Workshops hatten. Rebecca nahm beim Zauber-Workshop teil, bei dem man Kartentricks und andere Sachen lernte. Tara hatte Sprungakrobatik, wo man Salto und Flick flack auf dem Airtrack lernte. Nach den Workshops sind wir zurück zum Hostel gegangen, da gab es dann um 19:00 Uhr Abendessen: Hähnchen mit Erbsen und Soße. Nach dem Essen haben wir mit allen Radelitos ein Spiel gespielt. Es gab zwei Teams und 4 Runden. Zuerst mussten wir ein Wort erklären, in der zweiten Runde sollte man die Wörter pantomimisch darstellen. In der dritten Runde durften wir nur ein Wort sagen und in der letzten Runden sollten wir ein Standbild machen. Am Ende des Spiels gab es Gleichstand, also hat keine Gruppe gewonnen bzw. verloren. Später haben dann noch ein paar von uns mit Freunden und Familie geschrieben und telefoniert. Zum Schluss kam Kirsten in unser Zimmer und hat gesagt, wir müssen schlafen und das haben wir dann auch gemacht.
 

Von Tara und Rebecca

Donnerstag, 20.07.2017: Tag 7

Für manche fing der Tag heute früh an, denn ein Blitz hatte nachts ins Hostel eingeschlagen und die Feuerwehr kam, um nach dem Rechten zu sehen. Nach dem Frühstück wollten wir uns vor dem Hostel treffen, um dann gemeinsam aufzubrechen, doch ein paar Leute ließen sich ziemlich viel Zeit und wir haben ein bis zwei Busse verpasst. Als wir dann doch irgendwann am Zelt in der Turnhalle vom Zirkus Cabuwazi Springling angekommen waren, erfuhren wir zunächst etwas über das Training bei den Springlingen, bevor wir uns den Workshops zuteilten. Jeder durfte sich nochmal einen neuen aussuchen, in dem er entweder etwas Neues lernen oder sich weiterbilden konnte. Es gab Trampolin, Einrad, Rola Bola, Zaubern, Rope Skipping, Cyrrad, Partnerakrobatik, Sprungakrobatik und noch vieles mehr. Um 12 Uhr haben sich dann alle versammelt und sind gemeinsam zum IGA-Gelände gefahren, wo wir Mittag gegessen haben. Anschließend fanden die Proben für die Abschlussgala statt.

(Maida, Finja, Mer oder weniger Le, Finja)

Freitag, 21.07.17: Tag 8

Heute muss ich leider nochmal den Tagesbericht schreiben, da ich als Einziger aus der Gruppe mein Radelito-Shirt nicht anhatte. Und das bei der großen Abschlussshow! Die war nämlich heute.

Die Proben am Mittag waren noch gut, doch der Auftritt in der Show war mit einer gerissenen Diaboloschnur und dem verpatzten Abschlusstrick nicht das Gelbe vom Ei. Wir bekamen trotzdem viel Applaus. Zum Abschluss der Show sollten nochmal alle Zirkusse des Festivals auf die Bühne. Leider waren wir die einzige Gruppe, die die Verbeugung verpennt hat. Trotzdem war es ein super Tag:
Das Abschlussbuffet war richtig lecker. Alle haben zusammen getanzt – einfach super. Jede Gruppe hat zum Abschluss der Zirkusfestivals einen Pokal bekommen.

Insgesamt hatten wir mega spannende Tage in Berlin. Ich freue mich schon jetzt auf das nächste Zirkusfestival!

Von Felix